Unser spezielles Untersuchungsangebot:

Angiografie:

Bei der Angiografie (Gefäßdarstellung) werden die Blutgefäße mittels Kontrastmittel sichtbar gemacht. Angiografische Untersuchungen in der Neuroradiologie beschränken sich meist auf hirn- und rückenmarkversorgende Gefäße, die von der Leistenarterie aus mit einem etwa 1,5 mm dicken Katheter einzeln aufgesucht werden. Das gezielte Sondieren auch kleiner Gefäße (Katheterisierung) setzt die ständige Sichtkontrolle mit Röntgendurchleuchtung voraus.

Da es sich um eine eingreifende Diagnostik mit zwar einem minimalen, aber vorhandenen Komplikationsrisiko (ca. 0,5%) handelt, wird die Angiografie heute meist für die Planung einer Therapie vorgenommen.

Die Angiografie wird in moderner Computertechnik als sogenannte digitale Subtraktionsangiografie (DSA) durchgeführt. Dabei wird der störende Schädelknochen rechnerisch im Computer entfernt, so dass sich ausschließlich die Arterien und Venen mit Kontrastmittel gefüllt darstellen.

Für eine Reihe von Erkrankungen ist die Angiografie unverzichtbar, so bei der Klärung von Hirnblutungen infolge von Gefäßmissbildungen (Aneurysmen, arterio-venöse Angiome) und zur Planung einer endovaskulären (endovaskulär = über die Arterien oder Venen von innen mittels Katheter) oder operativen Therapie.

MRT

Mit der Magnetresonanztomographie (MRT) können Hirn und Rückenmark überlagerungsfrei dargestellt werden.

Bei dieser Methode werden keine Röntgenstrahlen angewendet, sondern ein sehr starkes Magnetfeld sowie magnetische Wechselfelder im Radiofrequenzbereich. Gesundheitliche Schäden verursacht die Methode nicht.

Durch den hohen Weichteilkontrast der MRT Methode lassen sich selbst geringe Veränderungen im Gehirn und Rückenmark frühzeitig erkennen. Das MRT ist daher heutzutage aus der Diagnostik und Behandlung von Hirn- und Rückenmarkerkrankungen nicht mehr wegzudenken. Erkrankungen des Nervensystems wie Entzündungen und Tumore werden mit dem MRT frühzeitig aufgedeckt, Hirnoperationen können präzise geplant werden, Krankheitsverläufe lassen sich genau verfolgen.

Die Möglichkeiten der MRT beschränken sich dabei nicht auf die morphologische Darstellung von normalen und krankhaften neurologischen Prozessen. Hirnfunktion, Hirndurchblutung einschließlich der Hirngefäßdarstellung, Stoffwechselprozesse und neuronale Verknüpfungen lassen sich mit der Methode untersuchen.

Im Institut stehen zwei hochmodern ausgestattete MRT Geräte für die Untersuchung von Patienten aus den benachbarten Kliniken, aus den Ambulanzen der Universitätsklinik und für zugewiesene Patienten