Pressemitteilungen 2017

17.10.2017

Hirnmetastasen gezielt behandeln, das Gehirn und seine Funktion schützen

Erstmalig findet ein gemeinsames Symposium unter der wissenschaftlichen Schirmherrschaft der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie und der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie statt. Auf der Veranstaltung unter Frankfurter Leitung werden innovative Therapien vorgestellt – unter anderem neuartige Bestrahlungsmethoden, die Hirntumoren gezielt unter weitgehender Schonung des umliegenden Gewebes behandeln.

 

Die Diagnostik und Therapie von Hirntumoren hat sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt. Molekulare Signaturen, neue bildgebende Verfahren, innovative Operations- und Bestrahlungstechniken sowie zielgerichtete Medikamente ermöglichen eine zunehmend auf den individuellen Patienten zugeschnittene Behandlung.

Aufgrund ihrer besonderen Aggressivität stellen Hirnmetastasen jedoch nach wie vor eine große Herausforderung dar. Auf einem Symposium am 20. Oktober in Frankfurt werden unter der wissenschaftlichen Schirmherrschaft der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie (DGNC) und der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie e.V. (DEGRO) nun erstmals gemeinsam Lösungsansätze für diese interdisziplinäre Herausforderung präsentiert. Titel der Veranstaltung ist „Aktuelle Behandlung zerebraler Metastasen“.

Hochpräzisionsbestrahlung zur gezielten und hochdosierten Metastasentherapie
Zu den auf dem Symposium diskutierten Behandlungen zählt unter anderem die stereotaktische Hochpräzisionsbestrahlung, die sogenannte Radiochirurgie, die eine gezielte Therapie des Tumors bei weitgehender Schonung des gesunden Hirngewebes ermöglicht. Bei diesem Verfahren wird in nur ein bis drei Sitzungen unter dreidimensional exakter Ziellokalisation eine direkt tumorzerstörende („ablative“) Dosis appliziert. Der genaue Zielpunkt wird mit bildgebenden Verfahren – wie zum Beispiel der Magnetresonanztomographie – präzise bestimmt. Dieses Verfahren wird bei limitierter Metastasenbildung (typischerweise bei ein bis drei Metastasen) im Gehirn angewandt, wie sie zum Beispiel bei Lungen-, Brust- und bösartigem Hautkrebs häufig vorkommt. Eine früher übliche Ganzhirnbestrahl