Autogene Drainage

Geschichte

Die Technik der Autogenen Drainage wurde im Jahre 1967 im Asthma – Zentrum in DE HAAN ( Belgien ) von dem damaligen Chefarzt  Prof. Dr. Alexandre und dem Chef – Physiotherapeuten Jean Chevaillier entwickelt. 1984 wurde die Technik in Deutschland angewandt und vermittelt.

Wirkungsweise


Es ist bekannt, dass bei geblähter Lunge, d.h. bei Inspiration (Einatmung), die Bronchialradien größer und bei entblähter Lunge, d.h. bei Exspiration (Ausatmung), kleiner sind. Das gilt besonders für die mittleren und kleineren Bronchien, die weniger und keine Knorpeleinlagen haben.
Durch diese atemsynchronen Bronchialkaliberschwankungen kann das Sekret gelöst werden und durch die rasche Luftströmung während der passiven Ausatmung begünstigt den Sekrettransport oralwärts. Die gleiche Wirkung hat auch die Herstellung eines hohen Druckes in der Lunge während der aktiven Ausatmung, dabei werden die Bronchialradien zusätzlich verkleinert und die Luftströmung verlängert. Als Erleichterung werden häufig verschiedene Atemtrainer verwendet (Flutter, RC- Cornet oder PEP- Geräte), die durch einen Ausatemwiderstand erreichen, dass die Bronchien beim Abtransport des Sekrets nicht kollabieren. Am Ende ist das Ziel mit einem Hustenstoß möglichst viel Sekret heraus zu befördern.
Somit bewirkt die Methode Sekretlösung und Sekrettransport durch langsame und vertiefte Inspiration und Exspiration mit Zwerchfelleinsatz.
Diese Methode kann mit Kindern ab dem 4. Lebensjahr, je nach Reife und Mitarbeit, durchgeführt werden. Vor dem 4. Lebensjahr sollte auf andere Atemübungen zur Sekretmobilisation zurückgegriffen werden.

Vorteile

Die Autogene Drainage kann ohne fremde Hilfe durchgeführt werden. Da eine mehrmalige Bronchialreinigung pro Tag nötig ist, um den Gesundheitszustand zu verbessern bzw. erhalten, muss der Patient schon im Kindesalter lernen, diese Atemtechnik selbstständig  mindestens 2x täglich durchzuführen. Es gibt den Patienten eine Unabhängigkeit vom Elternhaus und anderen Personen. Sie ist eine aktive und schonende Technik zur Sekretreinigung der Lunge. Diese Selbstreinigung ist sehr wirksam, erfordert jedoch ein hohes Maß an Konzentration und Disziplin.

Indikationen

Atemwegserkrankungen  mit zum Beispiel übermäßigen Sekret wie:
•    Mukoviszidose
•    Asthma
•    chronische Bronchitis
•    Pneumonie
•    Kartagener Syndrom