Dreidimensionale manuelle Fußtherapie

Entwicklung

Die Therapie wurde von Frau Barbara Zukunft-Huber entwickelt. Sie behandelt seit vielen Jahren mit dieser Methode erfolgreich unterschiedlichste Fußdeformitäten bei Säuglingen und Kindern. Sie hat sich bei zahlreichen Orthopäden einen guten Ruf erworben.

Grundlagen

Die Therapie basiert auf der genetisch verankerten Motorik und berücksichtigt die Beinentwicklung des Säuglings.
Bei der Durchführung der Therapie werden die Weichteile  in einem dreidimensionalen gelagerten Bewegungsmuster mobilisiert und gedehnt, das direkt einen Zugang zum zentralen Nervensystem hat.
Der Säugling durchläuft eine eigenständige, genetisch verankerte Entwicklung und kennt keine isolierten Bewegungen, sondern nur globale Bewegungsmuster. Das globale Bewegungsmuster wirkt reflexhemmend, so das abnorme Bewegungen verhindert werden.
Die Ausgangsstellungen im gesamten Bewegungsmuster werden in der Therapie zur Traktion und Mobilisation genutzt. Eine Blockierung eines Extremitätengelenkes beeinträchtigt die gesamte Bewegung, nicht nur das Gelenkspiel selbst. Es kommt zur muskulären Gleichgewichtsstörung. Das Gelenkspiel wird wieder hergestellt und die Blockierung in den Gelenken wird dadurch wieder aufgehoben. Der Säugling kräftigt seine geschwächten Muskeln dann durch seine genetisch angelegten Bewegungsmuster.

Wirkungsweise

Die Gelenkrezeptoren vermitteln dem zentralen Nervensystem die Haltung und Stellung eines Gelenks. Ebenfalls geben sie jede veränderte Spannung der Gelenkkapsel weiter, wodurch die Bewegung beeinflusst wird. Eine Störung im Bereich der Fußgelenke beeinträchtigt die komplette Beweglichkeit. Nach jeder Therapieeinheit verändern sich Haltung und Stellung, dadurch lässt die Störung in den Fußgelenken nach. Daraus resultiert, dass die Muskulatur zunehmend physiologischer arbeiten kann und die angeborenen Bewegungsmuster treten in Aktion. Sind die Störungen im Fußgelenk beseitigt und die physiologischen Bewegungsmuster sind vorhanden, kräftigt der Säugling die vorher geschwächte Muskulatur automatisch.
Um den Erfolg der Therapie zu waren, muss man die ursprüngliche Entwicklung des Säuglings beachten und einhalten, d.h. der Säugling darf nicht passiv hingesetzt oder gestellt werden.  

Vorteile


Man kann die Handgriffe und die Umsetzung leicht erlernen.
Fehler sind gering, da die Ausgangsstellungen genau definiert sind.
Eine Gipsfixierung fällt meist weg, dadurch hat man die Möglichkeit den Fuß täglich zu mobilisieren; daraus resultiert der wesentliche Erfolg der Therapie.
Durch den wegfallenden Gips können die Gelenke nicht versteifen und eine Abnahme der Muskulatur wird vermieden.