Orofaciale Therapie nach Castillo Morales

Die Orofaciale Therapie wurde von Castillo Morales, Rehabilitationsarzt und Leiter eines Rehabilitationszentrums in Cordoba / Argentinien, sowie von allen Bahnungssystemen (Vojta, PNF, Bobath, Brunkow), entwickelt.

Die Behandlung dient der Vorbereitung der Muskulatur für die Funktion des Essens, Trinkens und Sprechens. Durch die Stimulation bestimmter Bereiche am orofazialen Komplex werden die sensomotorischen Bewegungsabläufe der mimischen Muskulatur sowie der Zungen-, Kau- und Schluckmuskulatur verbessert und die Atmung positiv beeinflusst.

Indikationen

Die Orofaciale Therapie wird angewandt bei Kindern und Erwachsenen mit sensomotorischen Störungen im Bereich des Gesichtes, sowie des Mundes und des Rachens und ist besonders für die Behandlung von Saug-, Kau- und Sprechstörungen geeignet, z.B. Hemiparesen, Facialisparesen (peripher und zentral), Hirntraumen, Zerebralparesen, kongenitale Pathologien (wie Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, Morbus Down).

Weiter findet die Therapie Anwendung bei postoperativer Versorgung im HNO-Bereich (z.B. Tumore im Orofacial- und Halsbereich).
Auch Kopfschmerzen können positiv beeinflusst werden.

Ziele

-    Bahnung physiologischer Bewegungsmuster im orofacialen Bereich

  • Kau- und Schluckakt
  • Atmung
  • Funktion der mimischen Muskulatur
  • Schutzmechanismen
  • Lautbildung

-    Hemmung  pathologischer Reflexe
-    Harmonisierung des Muskeltonus
-    Verbesserung der sensomotorischen Leistung
-    Regulation der Kiefergelenksfunktion

Grundlagen

-    Neurophysiologische Technik
-    in Verbindung mit Bahnungssystemen
-    Verwendung von proprio- und exteroceptiven Reizen

  • Druck- und Wischtechniken
  • Eis
  • gustatorische Reize

-  über die Verbesserung der Aufrichtung im Rumpf bessere Voraussetzungen für die orofaciale Funktion